After Show Party – Magic Mountains

Close-up Zauberkunst in der Praxis

Das Faszinierende an der Tischzauberei ist ihre unmittelbare Nähe. Direkt unter den Augen des Publikums geschehen Wunder in Greifweite – manchmal sogar in den Händen der Zuschauer. Keine Bühne, kein doppelter Boden, keine Distanz. Genau darin liegt die besondere Kraft dieser Kunstform.

Bei Zauberkongressen hat diese Kunst jedoch eine bedenkliche Fehlentwicklung genommen.

Auf der Bühne steht ein Tisch. Eine Kamera überträgt auf eine große Leinwand, was der Zauberkünstler dort oben macht. Denn mit freiem Auge kann man es im Saal kaum erkennen. Spüren und wirklich erleben kann man es erst recht nicht. Im Grunde sieht man Fernsehen. Der Zauberkünstler könnte genauso gut an einem ganz anderen Ort sitzen.

Der eigentliche Zauber der Close-up-Magie geht dabei verloren. Was bleibt, ist TV-Zauberei. Das ist auf vielen großen Kongressen inzwischen üblich – und offenbar haben wir das Gefühl dafür verloren, was Close-up-Zauberei eigentlich ausmacht. Wir akzeptieren diese Entwicklung fast widerstandslos.

Doch damit nicht genug: Bei Close-up-Wettbewerben treten Teilnehmer mit Tricktischen, aufwendigen Präparationen und Konstruktionen an, die oft vor allem die Kamera täuschen. Sie zeigen Techniken und Routinen, die im echten Leben völlig unbrauchbar wären. Kein Wunder, dass viele Zauberkünstler diese Art von Zauberei nicht mehr ernst nehmen. Denn in der Praxis funktioniert sie nicht. Die Szene aber feiert Künstler, die in dieser künstlichen TV-Welt Preise gewonnen haben.

Der einzige Kongress, den ich je erlebt habe, bei dem echte Close-up-Zauberei unter Praxisbedingungen gezeigt wurde, war ein Kongress in Basel, für den Roberto Giobbi verantwortlich war. Dort konnte man Stars der Zauberkunst tatsächlich unter realen Bedingungen Tischzauberei erleben sehen.

Alex Ray, Mitglied des Kreativteams des Fröhlich Zauberkongresses, war Initiator eines Projekts, das genau diesen Gedanken aufgreift: Close-up-Zauberei unter echten Bedingungen.

Das Konzept ist einfach – aber konsequent:

a) Es werden ausschließlich Profis engagiert, die ihr Geld tatsächlich mit Close-up-Zauberei im realen Leben verdienen. Keine reinen Kongresszauberer, sondern Praktiker.

b) Die Bedingungen sind nicht künstlich idealisiert. Kein perfekt ausgeleuchteter Close-up-Tisch, keine sterile Wettbewerbssituation. Stattdessen: eine volle, lebendige, laute Party, bei der sich die Künstler in kleinen Gruppen durchsetzen müssen – gegen Service, Musik, Gespräche und Ablenkungen.

c) Es gibt eine Mischung aus Strolling Magic ohne Tisch, kleinen Stehtischen und größeren Tischen, an denen Menschen dicht gedrängt sitzen, reden, lachen und feiern.

d) Immer wieder wird der Abend durch kurze Programmpunkte auf einer kleinen Bühne unterbrochen. Kein künstlicher Gong wie bei einem klassischen Close-up-Abend im Zirkel, sondern ein lebendiger Ablauf: Jeder Künstler entscheidet selbst, wie er seine Routine zu einem stimmigen Abschluss bringt, wenn ein anderer Programmpunkt beginnt.

Ergänzt wird der Abend durch kleinere Kreise abseits des großen Geschehens, in denen Zauberkünstler für besonders Interessierte ihr Programm zeigen können. Aber auch dort nicht geschützt und abgeschirmt, sondern mitten in einem wilden, lebendigen Durcheinander – so, wie Profis es im echten Leben kennen.

Das ist Close-up-Zauberei, wie sie in der Praxis stattfindet. So arbeiten Profis. So entsteht dieses besondere Gefühl, wenn Magie unmittelbar „unter der Nase“ geschieht.

Welche Profis stellen sich dieser Herausforderung? Die besten und erfolgreichsten Profis Österreichs gestalten zusammen mit Gästen diesen Abend. Dei Namen verraten wir zu einem späteren Zeitpunkt. Ein illustres Feld, das können wir Ihnen versprechen.